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Die Blockade von Leningrad 1941 – 1944

21. September 2026

Die Blockade von Leningrad 1941 – 1944

„Niemand ist vergessen, nichts ist vergessen“


Am 9. September 2026 eröffneten wir im Deutsch-Russischen Kulturinstitut e.V. eine
Bilderausstellung zum Gedenken an die vielen Opfer der faschistischen Blockade, der die
Menschen unserer Dresdner Partnerstadt, St. Petersburg, vor 85 Jahren ausgesetzt
waren.
Dankenswerterweise wurde sie uns von Freunden, Partnern unseres Vereines, aus den
alten Bundesländern zur Verfügung gestellt.
Nach einführenden Worten unseres Vereinsvorsitzenden, Dr. Wolfgang Schälike, lauschten
wir der zur den anrührenden Bildern so einfühlsam gespielten Musik der Familie Nikulin –
Rubinowa auf Klavier in Begleitung wunderbarer Töne des meisterhaft gespielten Fagotts
durch Vater und Tochter. Die Familie stammt aus St. Petersburg und kam gern unserer
Bitte nach, in bewährter Weise die Aussagen der Fotos musikalisch passend zu
untermalen.
Nach einer kurzen Einführung zur Ausstellung trug Natalia Zagorskaya das Gedicht der
Leningrader Dichterin und Blockadeüberlebenden Olga Bergholz „…Oh, wie allein, wie
einsam ist der Mensch, der auf dem Kampffeld liegt…“ in Deutsch und Russisch vor.
Sehr berührend und nachdenklich waren die Worte von Karin Reschetilowski, einem
langjährigen Mitglied unseres Vereins. Sie sprach über das Buch „871 Tage“, dessen
deutsche Fassung vor einigen Jahren bei uns vorgestellt wurde, sowie über das
Schlusswort zu diesem Buch von Jelena Grjasnowa. Das Buch basiert auf den
Erinnerungen ihrer Mutter und Großmutter, die 871Tage im belagerten Leningrad
verbracht haben.
So war der Auftakt zum anschließendem Betrachten der ausgestellten Fotos, Dokumente,
Zeitungsausschnitte, Kinderzeichnungen, schlicht und für viele sehr ergreifend.
In kleinen Grüppchen wurde leise über das Gesehene und bereits Bekanntes gesprochen,
sich ausgetauscht.
Alle Besucher unserer Ausstellung waren sich in einem einig:
1.200.000 Toten von Leningrad dürfen nie vergessen werden. Sie mahnen uns alle, so
etwas nie mehr zuzulassen!
Die Ausstellung kann noch bis 1.12.2026 zu unseren Öffnungszeiten besichtigt werden.
Wir laden vor allem unsere Dresdner Jugend ein, sich diese Ausstellung anzuschauen.
Gern begleiten wir auch nach telefonischer Anmeldung bzw. Absprache.

DRKI e.V.

Deutsch-Russisches Kulturinstitut Dresden — Dialog durch Kultur seit 1993.

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