Lesung und Gespräch mit Gusel Jachina

Im Neuen Rathaus in Dresden fand am 11. Januar das Treffen mit der Schriftstellerin Gusel Jachina und dem Übersetzter ihrer Romane Helmut Ettinger statt. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Wanderausstellung „Das deutsche Wolgagebiet. Unvollendete Geschichte” statt und wurde durch Autorin und Journalistin Dr. Irmtraud Gutschke moderiert. „Duo Kratschkowski” spielte zu Beginn des Abends als Begrüßung der Gäste im überfüllten Festsaal des Dresdner Rathauses (über 250 Gäste). Die Lesung auf Russisch und Deutsch aus dem Roman „Wolgakinder” hat das Publikum mit der tragischen Geschichte eines Dorflehrers in der Autonomen Wolgarepublik vertraut gemacht. Reich an historischen Fakten hat das Werk eine offene Diskussion hervorgerufen. Viele Dresdner, die aus der Wolgaregion oder anderen Gebieten der ehemaligen UdSSR stammen, konnten Parallelen vom Schicksal der Protogonisten des Romans zu den Schicksalen ihrer Verwandter erkennen.