Am 18. Juli 2026 konnten die Vorstandsmitglieder die sächsische Seite unseres Deutsch-Russischen Kulturinstitutes e.V. einmal wieder ganz aktiv und aktuell aufschlagen.
Wir hatten das Vergnügen und die Freude 90 Jugendliche aus 6. Ländern zu begrüßen und ihnen unser Bundesland Sachsen mit seiner schönen Landeshauptstadt mit den vielen barocken Sehenswürdigkeiten und auch Geschichten rund um August den Starken, näher bringen.
Die Mädchen und Jungen weilen gegenwärtig in Berlin und sind Gäste des Internationale Lomonossow-Schule Berlin-Marzahn. Von dort erreichte uns die Bitte um eine Reiseleitung in Dresden, die wir gern erfüllten. Die jungen Leute lernen alle in ihrer Heimat die deutsche Sprache und besuchen zur Zeit Deutschland.
In zwei Gruppen spazierten wir durch das Dresdner Stadtzentrum, erzählten natürlich auf Deutsch und auch in Russisch sowie Englisch (bei Bedarf) zu unserer sächsischen Geschichte.
Das war auch eine Herausforderung für uns ehrenamtlichen Reiseleiter, denn mit gut verständlichen, einfachen Worten zu erzählen, ist garnicht so leicht. Aber wir haben es alle miteinander geschafft.
Begeistert wurde die typische Dresdner Spezialität „Russisch Brot“ verkostet. Man staunte über den sächsischen Erfindungsgeist, der das heute normal Alltägliche, wie zum Beispiel den Kaffeefilter, erfunden von Melitta Bentz 1908, die Zahnpastatube , den Teebeutel hervor gebracht hatte. Und auch der Geschichte um die Erfindung der Rezeptur des sächsischen, europäischen Porzellans durch Johann Friedrich Böttger wurde gelauscht. Gefallen haben auch die vielen Räuchermännchen, Pyramiden , kurz die erzgebirgische Holzkunst, die in den Schaufenstern neben dem Hilton-Hotel ausgestellt waren.
Bestaunt wurden die Semperoper auf dem Theaterplatz, Ort des jährlichen Semperopernballes, der vielen als Highlight schon ein Begriff war. Zwinger, Schloß, Katholische Hofkirche und Fürstenzug wurden besichtigt.
Und dann war dort die Pantomime „Kellner“ mit dem eingedeckten Tisch unterhalb des Fürstenzuges, der erstarrt beim Klang einer Münze im Körbchen, lustige Bewegungen machte und zum ultimativen Erinnerungsfoto einlud. Unsere Frauenkirche war der krönende Abschluss, des doch für die jungen Gäste anstrengenden Rundganges mit der Flut deutscher Vokabeln.
Es war für alle ein schöner, erlebnisreicher sonniger Tag und wir konnten die jungen Leute mit einem bleibenden Eindruck von unserer Stadt verabschieden.
Ihr Beifall war ein schöner Lohn für unseren kurzfristigen Einsatz.